Filme unterhalten, informieren, regen zum Nachdenken an ...

Carlos Martínez: STILl MY BIBLE (Trailer)

Der spanische Pantomime Carlos Martínez faziniert seit Jahren mit eindrucksvollen Interpretationen biblischer Geschichten. So auch in seinem neuen Programm STILL MY BIBLE ...

Video-Reihe "LICHTMOMENTE"

In der Reihe "Lichtmomente" werden Projekte besucht, bei denen sich Menschen für andere einsetzen. Als Ergebenis entstehen Kurzfilme mit einer Länge von maximal zehn Minuten. Sie werden zunächst auf dem Videoportal YouTube ausgestrahlt. Die Filme lassen sich hervorragend im Untericht einsetzen und diskutieren. 

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Trailer zu "Die Bibel"

Am 20.02.2017 veröffentlicht
 
Premiere am 28. Januar 2017, Theater im Stadthaus »Die Bibel« Stück von Niklas Rådström (Deutschsprachige Erstaufführung) In einer Übersetzung von Steffen Mensching Die Bibel als Theaterstück? Was für ein aberwitziges Unterfangen! Allein die Besetzung: mehr als dreitausend Personen werden erwähnt, dann die Schauplätze: Berge, Meere, Wüsten, babylonische Ruinen, Walfischmägen, die Katastrophen: Fluten, Kriege, Plagen, Stürme; die Wunder: diverse Engel, unerklärliche Schwangerschaften, bizarre Heilungen, brennende Dornbüsche. Und, gesetzt, man überwindet alle Hindernisse, so blieben heutige Empfindlichkeiten: Wird man Gläubige verprellen, wenn man sich vom Allerheiligsten ein Bild macht, kann man Nichtchristen trotz ihrer Vorurteile überzeugen, dass diese archaischen Geschichten erzählenswert sind? Ist es heikel, das Buch der Bücher aufzuschlagen, gerade jetzt, wo Toleranz in religiösen Fragen gefordert scheint? Der schwedische Autor Niklas Radström verbindet zentrale, ausgewählte Motive des Alten und Neuen Testaments zu einer kolportageartigen Revue, die von der Genesis bis zur Legende von Jonas und dem Walfisch führt. Er nimmt die biblischen Geschichten ernst, als Mythen, die uns vom Kern der menschlichen Existenz erzählen. Sein Zugriff ist weltlich und gegenwärtig. Ob Kain, Noah, Moses, Lots Weib, Sarah, Paulus, Hiob, Jesus, Pilatus, Maria Magdalena, Jesaja − die Menschen irren auf ihrem Lebensgang mehr, als dass sie zu Erkenntnis gelangen. Ihr Weg ist voller Sünde und Streit, ihr Alltag ist Krieg, Hunger, Mord und Totschlag, Exil, Verfolgung, Rache. Und der Herrgott bleibt ein durchaus zorniger Initiator. In einem Augenblick, als niemand den Ausbruch aus dem fatalen Teufelskreis der Geschichte erwartet, betritt ein Mann die Bühne, der es anders macht, anders meint als alle: Jesus, die Ausnahmeerscheinung, der die andere Backe hinhält und Liebe für die Feinde fordert. Er verkündet die frohe Botschaft der Liebe, die den Pragmatikern der Macht wie eine Albernheit oder die Tat eines Wahnsinnigen vorkommt. Jesus ist – als Figur und als Mythos – ein Provokateur, eine historische Zäsur, die Unterbrechung des Immergleichen. Niklas Rådströms Theaterstück »Die Bibel« erzählt in einundvierzig Szenen von der blutigen Spur der Menschheit und zwingt uns zum prüfenden Blick in den Spiegel. Sind wir, trotz aller technologischen und sozialen Entwicklung, wirklich vorangekommen? Bietet Glaube Hilfe im Chaos des historischen Prozesses? Will Gott Gehorsam oder Verantwortung? Kann man sich aus Knechtschaft befreien? Was bedeutet Treue, wo beginnt Verrat? Fragen über Fragen … Seine Uraufführung erlebte das umfangreiche Werk 2012 im schwedischen Theater Göteborg. Fünf Jahre später kommt es in Rudolstadt als Auftakt zum Reformationsjahr 2017 in einer Übersetzung von Steffen Mensching zur deutschsprachigen